ZUR GESCHICHTE

DER GERAHA

(REYCH 291)

Im Jahre 1930 gründeten Schlaraffen aus Glauchau, Leipzig, Jena und anderen Städten in Gera das Reych Geraha. Gründungslokal war die "Bürgererholung", das heutige Clubzentrum "Comma". Gesippt wurde damals in Räumlichkeiten des Hotels "Goldene Sonne".  Diese erste "Häselburg" in der Heinrichstraße wurde im 2. Weltkrieg zerstört. Leider fiel diese Hochburg schlaraffischen Humors nur wenige Jahre später dem Verbot der Nazis zum Opfer. 1937 wurde das noch junge Schlaraffenreych zur Auflösung gezwungen. Eine uhufinstere Zeit begann für Gera und sollte bis zur politischen Wende im Jahre 1989/90 andauern. 

                 

Aber seit 1950 trafen sich einige Getreue, zu denen sich Schlaraffen aus Schlesien und Böhmen gesellten, im Verborgenen. Da die herrschenden Kommunisten in der unpolitischen Vereinigung der Schlaraffen eine (eher unbegründete) Gefahr für das  System zu erkennen glaubten, war Schlaraffia wie unter den Nazis verboten und die Sippungen fanden in wechselnden Heimburgen statt.  Erst das Ende der DDR bot den "im Verborgenen blühenden" Ost-Reychen in Leipzig, Schwerin, Weimar, Erfurt, Potsdam, Bautzen, Plauen, Halle und auch Gera wieder Raum für die Ideen Schlaraffias.

Im Jahre 1992 wurden durch die Initiative von Rt. Tartar die Räumlichkeiten im Kellergeschoß der ehemaligen HNO-Klinik in der Geraer Gagarinstraße 19 zur neuen "Häselburg" ausgebaut. Es handelt sich um ein Gebäude im Bauhausstil, dessen Architekt Thilo Schoder an den ersten Stammtischen zur Gründung der Geraha im "Ratskeller" teilnahm. Nun hatten auch die "Gerahasen" ihre erste richtige Burg. Thilo Schoder  ist ebenso Ehrenschlaraffe der Geraha wie Otto Dix und Heinrich Schütz.

Am 2. November 1996 (a.U. 137) fand dann die Festsippung zur Wiederaufnahme der Geraha in Allschlaraffia in der Festburg des  Hotels "Am Galgenberg" statt. Schlaraffen aus 52 Reychen aus ganz Deutschland und Österreich waren dazu angereist. Aber auch aus Übersee war ein Ritter zur Festsippung "eingeritten". Der Ritter Vippachus (Paul Möller aus Cleveland, Ohio/USA) war vor 40 Jahren aus der Nähe von Weimar ausgewandert und hatte schon mehr als 80 Schlaraffenreisen in alle Welt unternommen.

   

 

    Zur Zeit hat das Reych Geraha: 
    23 Ritter, 3 Junker und  2 Knappen 
    (Stand vom 04.04.2017)
 

    Das Wappen der Geraha ist auch groß zu sehen.

Die Zeichnungen wurden von Rt. Collasch der Geraha gefechst.